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Sinai Stachelmäuse - die Hamsteräffchen

Dass es da eine exotische Mäuseart geben soll, die viel größer als "normale" Mäuse ist, nicht riecht und welcher sogar igelartige Stachel am Rücken wachsen, habe ich schon in meinem ersten Mäusebuch von Ende der 1980'er Jahre mit größter Faszination gelesen. (Immerhin war schon allein die Tatsache, dass es überhaupt andere Mäusearten gibt, für mich ein Novum, bis dahin kannte ich nämlich nur eine: Mäuse eben)

Weitere Infos, oder gar die Tiere selbst, waren damals leider nochnicht ausfindig zu machen.

 

Erst 20 Jahre später bekam ich Stachelmäuse zum ersten Mal zu Gesicht, und zwar gleich meine ersten eigenen, traumhaft schönen Nilstachelmäuse.

Später stieß auch noch eine ältere, invalide Sinai Stachelmaus Gruppe dazu, obwohl ich mich zu dieser Zeit eigentlich für ganz andere Arten interessiert und vorbereitet hatte, aber diese hier saßen eben schon eine Ewigkeit im Tierheim fest, also nahm ich bis dahin eben erstmal die unsympathischen, teils lautstark humpelnden Kartoffeln, in grausiger Farbe aber dafür ohne Schwanz, bei mir auf.

 

Kurz: Eine Liebesheirat konnte man das nicht gerade nennen. (Umgekehrt jedoch sehr wohl wie es schien - eines der Tiere verschwand gleich direkt aus der Transportbox unter mein T-Shirt, um dort genüsslich ausgestreckt und lautstark knuspernd einzudösen.)

 

Stachelmäuse hielt ich dann über viele weitere Jahre nur so "nebenbei", immerhin haben sie nicht großartig gestört.

Trotzdem ahnte ich schon immer wie spannend und besonders diese Tiere bestimmt sein müssen, wenn man sich nur mal die Zeit nähme sich richtig mit ihnen zu befassen. Aber meine anderen, sehr fordernden und beschäftigungsbedürftigen Arten, ließen das leider schlecht zu.

Ich nahm mir also vor: WENN künftig wieder Stachelmäuse, dann NUR die.

Gesagt - getan.

 

Das einäugige Hamsteräffchen "Pirat" möchte rausgelassen werden, um eine Haselnuss in der Wohnung zu verstecken.
Das einäugige Hamsteräffchen "Pirat" möchte rausgelassen werden, um eine Haselnuss in der Wohnung zu verstecken.

 

...Und ich sollte Recht behalten: Diese Mäuse sind wirklich in jeder Hinsicht ganz besonders, nicht nur was ihr Verhalten-, sondern schon allein ihre Ausstrahlung angeht. Ich habe sogar Hemmungen, sie überhaupt als "Mäuse" zu bezeichnen (zurecht übrigens, denn sie sind eigentlich nur mäuseähnlich aussehende Verwandte der Gerbils und zählen nicht wie früher angenommen zu den Echten Mäusen), sondern auf mich wirken sie, sowohl was ihren Charakter- als auch ihre herausragende Intelligenz angeht, eher wie kleine Äffchen im Mäusekostüm. Dazu passt übrigens auch die Tatsache dass sie, als bisher einziges bekanntes Nagetier, sogar ähnlich wie wir Primaten menstruieren! Und da diese Äffchen außerdem von früh bis spät nichts als Hamstern im Sinn haben (samt erstaunlich großem Backen-Stauraum), finde ich dass ihnen der Name "Hamsteräffchen" wesentlich besser steht als "Stachelmäuse", haben sie doch weder "richtige" Stacheln, noch sind sie "richtige" Mäuse.

 

Was Hamsteräffchen so sehr von Mäusen unterscheidet, wird einem recht schnell auffallen. Sie sind z.B. nichtmal ansatzweise des Buddelns mächtig, was auch gleich zum ersten von vielen Missverständnissen führen kann.
Möchten sie keine Menschenpranke im Käfig, wird diese nämlich nicht wie von Mäusen zärtlich zugebuddelt (defensive burying), sondern unmittelbar und ziemlich herzhaft gezwickt.

Hamsteräffchen Maniamaus verteilt Gratis-Piercings.
Hamsteräffchen Maniamaus verteilt Gratis-Piercings.

Dabei bemerkt man direkt den nächsten Unterschied: die Zähne von Hamsteräffchen fühlen sich spitzer an als die von Mäusen, fast wie kleine Nadeln.

 

Leider habe ich bisher noch nicht herausgefunden, wie man solcherlei Gezwicke möglichst vermeiden kann (es ihnen abzuerziehen ist den Anleitungen fremdsprachiger Infoseiten nach zwar relativ einfach, für mich persönlich aber mindestens solange nicht vertretbar, bis mir die Hintergründe dieses Verhaltens vollständig bekannt sind). Denn auch noch so zahme Exemplare tun es einfach immer wieder, mal sanfter und mal fester, mal mit aggressiver und mal mit überaus freundlicher Mimik, scheinbar völlig unprovoziert und aus heiterem Himmel.

Ganz im Gegensatz zu Weichfell-Zwergratten, handelt es sich aber fast immer nur um einzelne Zwicker die kaum bluten, da ist der Schreck größer als der Schmerz. Obwohl sie sich aufgrund dessen wohl eher nicht für (kleine) Kinder eignen, muss man sich davon also nicht grundsätzlich von deren Handling abhalten lassen.

Selbst der vielleicht übel aussehende Biss von obigem Bild hinterlässt nur 2 winzige "Nadelstiche". Wer VZM-Bisse gewohnt ist, verwechselt das glatt mit einem Bussi.
Selbst der vielleicht übel aussehende Biss von obigem Bild hinterlässt nur 2 winzige "Nadelstiche". Wer VZM-Bisse gewohnt ist, verwechselt das glatt mit einem Bussi.

Wozu ihre Nagezähne aber sonst noch dienen, ist mir unbekannt.

Ein weiterer, großer Unterschied, nicht nur zu Mäusen sondern zu praktisch allen Nagetieren ist nämlich, dass Hamsteräffchen nicht zu wissen scheinen was Nagen denn überhaupt ist. Sie tun es grundsätzlich niemals, es interessiert sie nicht die Bohne. (Weichholz-)Käfig und Einrichtung werden komplett in Ruhe gelassen, und auch im Auslauf besteht keinerlei Gefahr für Mauerecken, Kabel oder Schuhbänder. Selbst noch so verführerisch-dünne Kopfhörer- oder Ladekabel in ihrer Reichweite sterben eines natürlichen Todes!

 

Nur für ihre beiden allergrößten Leidenschaften machen Hamsteräffchen hier eine Ausnahme:

 

1. Bälle aller Art und Größe...

... 2. alles aus Gummi

Selbst der Kong Extreme ist für von Gummijeeper übermannte Hamsteräffchen nicht 'extreme' genug! Trotzdem empfielt sich so eine Investition ab und an, will man noch länger etwas von seinen Schuhsohlen haben.

 

In  Art- und Haltungsbeschreibungen liest man von diesen ihren Eigenheiten nicht nur nichts, sondern erfährt sogar das vermeintliche Gegenteil: Stachelmäuse seinen extreme Nager, die auch im Käfig alles kurz und klein schreddern, genau wie diesen selbst.

Nach nun immerhin einem knappen Jahrzehnt der Haltung von zwei Arten in jeweils mehreren Generationen (unterschiedlicher Herkünfte), konnte ich persönlich das nicht feststellen. Ihr nicht vorhandener Nagetrieb ist umgekehrt sogar einer der Hauptgründe, warum ich mich für Hamsteräffchen als nunmehr einzige Art entschieden habe!

 

Erstaunlicherweise scheint auch ansonsten praktisch nichts von all dem was ich (auf deutschsprachigen Seiten) zuvor über sie gelesen hatte, auch tatsächlich auf sie zuzutreffen. Umgang und Haltungsbedingungen scheinen also recht großen Einfluss, insbesondere auf ihr Verhalten, zu haben.

Selbst die "falsche" Zitzenzahl haben meine Tiere laut sämtlichen Beschreibungen die sich online finden, darunter leider auch Wikipedia. Im Glauben, die Mutter (Nilstachelmaus) eines seltenen 6-er Wurfes hätte zwei Zitzen zuwenig, hatte ich ihr also sogar unnötigerweise zwei der Jungen entwendet.

Auch im nüchternen Zustand erkenne ich hier 6 Zitzen,  nicht nur 4. Meinen Recherchen zufolge ist das so auch "korrekt" (in Gefangenschaft mit einziger Ausnahme der Zwergstachelmaus, die tatsächlich nur 4 Zitzen besitzt).
Auch im nüchternen Zustand erkenne ich hier 6 Zitzen, nicht nur 4. Meinen Recherchen zufolge ist das so auch "korrekt" (in Gefangenschaft mit einziger Ausnahme der Zwergstachelmaus, die tatsächlich nur 4 Zitzen besitzt).

Sie erweisen sich außerdem - wiederum ganz im Gegensatz zu gängigen Beschreibungen - als perfekt für Schmusezwecke (zumindest wenn man keinen allzu großen Wert auf den Flauschfaktor legt), sind sehr gut erziehbar und haben sogar schon ihre hervorragende Eignung für die freie Wohnungshaltung unter Beweis gestellt.

 

Neben ihrem nicht vorhandenen Nagetrieb, ihrer Reinlichkeit und ihres vergleichsweise "harmlosen" Outputs, qualifiziert sie dafür außerdem ihr ebenfalls nicht erkennbarer Respekt vor freien Flächen, wie man ihn von Mäusen "gewohnt" ist. Auch noch scheue Exemplare bewegen sich vom ersten Moment an scheinbar selbstbewusst kreuz und quer im Zimmer, statt sich an Wänden und Versteckmöglichkeiten zu orientieren. Der Grund dafür ist aber nicht notwendigerweise ein übersteigertes Selbstbewusstsein, sondern dass solcherlei Deckungsmöglichkeiten in ihrer natürlichen Umgebung schlicht nicht existieren, womit wir bei einem weiteren, häufigen Missverständnis wären:

 

Ach so wuselig und überdreht wie häufig beschrieben, (auch von mir einst) gern als "fröhlich" interpretiert, sind Hamsteräffchen nämlich grundsätzlich nicht, sondern selbiges ist (ihrer natürlichen, deckungsarmen Umgebung entsprechend, in welcher sie auch keine Bauten anlegen in die sie fliehen könnten) eher ein Zeichen von Angst oder Ängstlichkeit, in etwa vergleichbar mit dem Hakenlauf von Kaninchen.

Auch wenn sie sich z.B. auf der offenen Handfläche sehr unwohl fühlen oder fürchten, drücken sie daher nicht wie etwa Farbmäuse ihren Körper daran und krallen sich fest, sondern drehen sich hektisch im Kreis (wobei die Krallen von Sinai Stachelmäusen übrigens nicht zu spüren sind, wohingegen sich Nilstachelmäuse festkrallenderweise auf der Hand fast wie Farbmäuse anfühlen und -verhalten).

Wesentlich wohler und sicherer fühlen sie sich auf der menschlichen Hand, wenn man diese um ihren Körper fest schließt, oder Exemplaren mit noch mangelndem Vertrauen zumindest ein paar Finger der (selben oder anderen) Hand in die Seite drückt. Diese "Stütze" wird die Maus "dankbar" annehmen indem sie sich daran anlehnt anstatt sich hektisch zu drehen.

Kann sich das Hamteräffchen darauf verlassen, gut festgehalten zu werden, wird es im Vertrauen darauf sogar freiwillig in die Hand spingen, ohne Anzeichen von Stress. Generell ist der Faktor 'Berechenbarkeit' von entscheidender Wichtigkeit für eine glückende Mensch-Hamsteräffchen-Beziehung.

 

Auch einen folgenschweren weiteren Mythos konnte ich - unfreiwillig - widerlegen:

Selbst mit noch grauem Jugendfell können Hamsteräffchen, im Gegensatz zu gängigen Beschreibungen in Haustierkreisen, bereits erfolgreich gedeckt werden!

Zum Zeitpunkt des Fotos war dieses Jungtier schon seit bis zu 2 Wochen trächtig, wie sich bald herausstellen sollte! Da aus sehr schlechter Haltung und der Entwicklung wohl etwas hinterher, lässt sich das genaue Alter des Tieres jedoch schwer bestimmen.
Zum Zeitpunkt des Fotos war dieses Jungtier schon seit bis zu 2 Wochen trächtig, wie sich bald herausstellen sollte! Da aus sehr schlechter Haltung und der Entwicklung wohl etwas hinterher, lässt sich das genaue Alter des Tieres jedoch schwer bestimmen.
Hamsteräffchen-Zwillinge kurz nach der Geburt: sie kommen vollständig entwickelt und mit offenen Augen zur Welt! Das Böckchen im Vordergrund sprintete gar schon 24h später im großen Laufrad. Auch feste Nahrung probieren sie schon an ihrem Geburtstag.
Hamsteräffchen-Zwillinge kurz nach der Geburt: sie kommen vollständig entwickelt und mit offenen Augen zur Welt! Das Böckchen im Vordergrund sprintete gar schon 24h später im großen Laufrad. Auch feste Nahrung probieren sie schon an ihrem Geburtstag.
Obwohl binnen Tagen alleine überlebensfähig, werden die Jungen genau wie Mäuse noch wochenlang weiter gesäugt, wie man auch an den "Turbo-Eutern" der Mutter dieses Jungspunds erahnt.
Obwohl binnen Tagen alleine überlebensfähig, werden die Jungen genau wie Mäuse noch wochenlang weiter gesäugt, wie man auch an den "Turbo-Eutern" der Mutter dieses Jungspunds erahnt.

Der Begriff "Nestflüchter" trifft insbesondere auf das jeweils weibliche Tier eines Zwillingspärchens übrigens wortwörtlich zu. Weibliche Jungtiere von Hamsteräffchen erfahren nämlich geringere Fürsorge seitens der Mutter als ihr Bruder, weswegen sie schon von Beginn an deutlich explorativer sind, was sich indirekt auch auf den späteren Grad ihrer Zahmheit positiv auswirkt.

 

Und das ist nicht der einzige Grund warum ich Weibchen künftig bevorzugen werde, denn: ganz im Gegensatz zu diesen scheinen (meine bisherigen) Vollböcke kaum zur Stubenreinheit erziehbar, sondern verteilen ihren Output scheinbar extra gleichmäßig-flächendeckend, und dieser hat dann auch noch einen ziemlich intensiven Geruch.

 

Wie auch (männliche) Vielzitzenmäuse, empfinde ich also auch Hamsteräffchen als leider nicht ganz so geruchsfrei wie oft angepriesen.

Wobei ich aber jüngst erkannt habe wie ich ihren Geruch seit jeher unbeabsichtigt potenziert hatte: dahingehend "ungünstiges" Gemüse.

Meine Tiere erhalten täglich und reichlich vorallem Sellerie und Kohlgemüse, und beides macht sie zwar fit und schick, scheint aber Hauptverursacher dieses typischen Geruchs nach fauliger Suppe zu sein.

Kohlgemüse, insbesondere Broccoli und Kohlrabi,  ist bei Hamsteräffchen so beliebt dass es sich lohnt sich darum zu prügeln. Meine Tiere grasen übrigens verschwenderischerweise nur das Grün der Röschen ab und lassen den Rest liegen.
Kohlgemüse, insbesondere Broccoli und Kohlrabi, ist bei Hamsteräffchen so beliebt dass es sich lohnt sich darum zu prügeln. Meine Tiere grasen übrigens verschwenderischerweise nur das Grün der Röschen ab und lassen den Rest liegen.

Ansonsten aber scheine ich was die Ernährung meiner Hamsteräffchen angeht wohl doch den "richtigen Riecher" gehabt zu haben (Näheres weiter unten), unter anderem achte ich auf niedrigen Proteingehalt - nach dem Motto "so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich" - und tierische Proteine lasse ich grundsätzlich komplett weg (den genaueren Gründen hierzu gönne ich vielleicht bei Zeiten einen Blog-Artikel).

 

Kannibalismus (in Form von Ohr- und Schwanzverlust), wie im deutschsprachigen Raum bei so geringem, rein pflanzlichem Proteingehalt prophezeit, trat in meiner Haltung bisher nie auf, genauso wenig wie dieser bei im Labor für Hamsteräffchen (auch zur Zucht) gebräuchlichem, dem meinem sehr ähnlichen veganen low-protein Futter beschrieben ist. Womöglich sind die Ursachen dieses recht verbreiteten Verhaltens also eher woanders zu suchen. 

 

Satiah, eine meiner ersten, allesamt schwanzlosen Hamsteräffchen aus dem Tierschutz, im Vergleich zu ihrem unverstümmelten Artgenossen Krampus aus meinem aktuellen Bestand. Ich persönlich finde schwanzlose Hamsteräffchen optisch wesentlich schöner und "harmonischer", womöglich geprägt durch meine ersten Tiere.

 

Zweifelsfrei scheint Platz- und Beschäftigungsmangel in Gefangenschaft als eine der (indirekten?) Ursachen von Schwanzverlust bei Stachelmäusen festzustehen, weswegen auch sehr viele, wenn nicht gar die meisten Tiere aus dem Tierschutz davon betroffen sind.

An Platz und Beschäftigung hat es jedoch den bis zu 25% schwanzlosen Sinai- und sogar bis zu 63% schwanzlosen Goldstachelmäusen (jeweils abhängig vom Geschlecht), die laut einer Studie zum Thema so in Israel gefangen wurden, vermutlich eher nicht gemangelt. Schwanzlose Tiere haben dieser zufolge in freier Natur keine erkennbaren Nachteile (was z.B. den Fortpflanzungserfolg angeht) und ein sowohl signifikant höheres Körpergewicht, als auch eine signifikant höhere Lebenserwartung, scheinen dadurch also sogar gewisse Vorteile zu haben, bzw. umgekehrt je nach Lebensraum/-weise recht hohe Kosten durch einen langen Schwanz.

Zu dieser Annahme passt auch die Tatsache, dass Stachelmausarten die besonders stark zum Schwanzverlust neigen, meist schon von vornherein einen im Verhältnis zum Körper besonders kurzen Schwanz haben (z.B. Zwerg- und Goldstachelmaus), und umgekehrt (z.B. die Nilstachelmaus vom in beiderlei Hinsicht anderen Ende der Skala).

Auch auf privaten Fotos wildlebender Tiere sind solche Verstümmelungen übrigens sehr häufig, bei Goldstachelmäusen gar meistens, zu erkennen. Hier etwa ein Stummelschwanz samt Fledderohr, und hier ein komplett fehlender Schwanz und Ohr-Teilverlust.

 

HalterInnen von Hamsteräffchen mit Satinfell (einer Mutation die in Europa noch nicht im Umlauf ist) haben mir außerdem berichtet, dass diese Tiere in jedweder Haltungsform und ausnahmslos betroffen sind, weswegen sie diese bevorzugt einzeln halten.

 

Auch andere Farb- und Fellmutationen sind bei Stachelmäusen übrigens äußerst rar und selbst dann von mehr als unspektakulärer Optik. Im deutschsprachigen Raum sind meines Wissens aber keine davon erhältlich, was sicher nicht zum Nachteil dieser Art ist und somit hoffentlich noch lange so bleibt.

Hamsteräffchen ähneln einander so sehr, dass man sie oft nur an ihrem Gesichtsausdruck unterscheiden kann. Anders als "bunte" Arten, bleiben sie daher zum einen wirklichen Liebhabern ihres Wesens vorbehalten und sind zum anderen von robuster Gesundheit.
Hamsteräffchen ähneln einander so sehr, dass man sie oft nur an ihrem Gesichtsausdruck unterscheiden kann. Anders als "bunte" Arten, bleiben sie daher zum einen wirklichen Liebhabern ihres Wesens vorbehalten und sind zum anderen von robuster Gesundheit.

 

 

Ihre im Vergleich zu Mäusen sehr (und in Einzelfällen extrem) hohe Lebenserwartung - das Maximalalter meiner Hamsteräffchen lag bisher bei stolzen 5 Jahren, und meine älteste Nilstachelmaus ist aktuell sogar mindestens 6 Jahre alt (und bis auf leichte Muskel-, Rücken- und Kreislaufprobleme noch erstaunlich fit), sowie ihre ausgesprochen robuste Gesundheit, machen Hamsteräffchen zu einer angenehmen Ausnahmeerscheinung unter Nagetieren ihrer Größenordnung.

Hamsteräffchen mangelt es an Respekt vor offenem Wasser (Vorsicht im Freilauf!) und manch eines springt bei Gelegenheit sogar freiwillig in die Hunde-Wasserschüssel, wie auch kurz vor diesem Foto. "Erkältet" hat sich trotzdem noch keines meiner Tiere.
Hamsteräffchen mangelt es an Respekt vor offenem Wasser (Vorsicht im Freilauf!) und manch eines springt bei Gelegenheit sogar freiwillig in die Hunde-Wasserschüssel, wie auch kurz vor diesem Foto. "Erkältet" hat sich trotzdem noch keines meiner Tiere.

 

Anders als man angesichts ihrer Herkunft "auf den ersten Blick" vermuten mag, vertragen sie nicht nur hohe, sondern auch und vorallem niedrige Temperaturen völlig problemlos, genau wie einen entsprechenden, nächtlichen Temperaturabfall im 2-stelligen Bereich, welcher sogar sehr wichtig für ihr Wohlbefinden, ihren Tag-Nacht-Rhythmus und ihre (psychische) Gesundheit zu sein scheint (wenn auch in unseren Breiten leider kaum zu realisieren).

Ihre Körpertemperatur alleine halten können sie Untersuchungen zufolge schon bei 5°C und nach oben hin bis 32,5°C, um sie erfolgreich nachzuzüchten sollte die Temperatur allerdings 26°C nicht überschreiten. Schließlich fällt ihre bevorzugte Aktivitätszeit natürlicherweise in kalte Wüstennächte (und ihre Fortpflanzungssaison in den Winter), und tagsüber ziehen sie sich in Felshöhlen zurück, in welchen eine konstante Temperatur von 18°C gemessen wurde. Anders als tagaktiven und somit "hitzebeständigen" Gattungsgenossen, bereitet es Hamsteräffchen also wohl eher wenig Vergnügen, ohne Ausweichmöglichkeit in einem beheizten Käfig/Terrarium "gegrillt" zu werden, wie leider oft der Fall. Lokale Wärmequellen (die jedoch - siehe oben - niemals rund um die Uhr angeboten werden dürfen!) werden zwar wie von anderen Mäusen in der Regel genüsslich angenommen, Hamsteräffchen dauerhaft bei normaler Zimmertemperatur zu halten ist jedoch nicht nur problemlos möglich, sondern auch ratsam. Bei zu hoher Temperatur büßen sie so stark an Aktivität ein, dass sie sogar ihren ansonsten enormen Sammeltrieb weitgehend einstellen und im Extremfall nur noch teilnahmslos und mit gesträubtem Fell herumsitzen.

Ebenso wichtig für Wohlbefinden und Gesundheit scheint außerdem eine eher niedrige Luftfeuchtigkeit zu sein.

 

Das einzig wirklich nennenswerte, potentielle Gesundheitsproblem bei Hamsteräffchen ist deren Neigung zu Übergewicht, um dessen Entstehung, Vermeidung und Folgen sich aber zahlreiche und teils gefährliche Missverständnisse ranken, weswegen ich hier wohl oder übel besonders ausführlich auf dieses Thema eingehen muss (bei Desinteresse also jetzt bitte schwungvoll das Rädchen an der Maus betätigen).

"Falsches" Futter lässt diese Tiere (bei entsprechender Veranlagung, die allerdings nicht bei allen Individuen in gleichem Maße vorhanden ist) enorm an Gewicht zulegen, und auch sonstige gemeinhin bekannte "Dickmacher" wie z.B. sozialer Stress, Beschäftigungs- und Bewegungsmangel fallen bei Hamsteräffchen stärker "ins Gewicht" als bei anderen Arten, ganz besonders gilt das jedoch für andere, in Haustierhaltung bislang nicht beachtete Mechanismen.

Kastraten haben es unter Hamsteräffchen aus mehreren Gründen besonders schwer, ihr Gewicht zu halten. Schon allein deshalb sind Kastrationen wenn nur irgend möglich zu vermeiden! Auch bei diesem lieben Tier bereue ich meine Fehlentscheidung sehr.
Kastraten haben es unter Hamsteräffchen aus mehreren Gründen besonders schwer, ihr Gewicht zu halten. Schon allein deshalb sind Kastrationen wenn nur irgend möglich zu vermeiden! Auch bei diesem lieben Tier bereue ich meine Fehlentscheidung sehr.

 

Auf geeignetes und ausgewogenes Futter sollte man bei Hamsteräffchen folglich ganz besonderen Wert legen, von derzeit im Trend liegenden "alternativem" Futter von Laien-Onlinehändlern, oder Selbermisch-Rezepten "erfahrener Halter" und "Mäuse-Wikis", ist auch und insbesondere bei diesen Tieren also dringend abzuraten!

 

Als Hauptfutter in Frage kommt für Hamsteräffchen nicht selektierbares Nagerfutter für allesfressende Arten (im Idealfall Gerbils) mit besonders niedrigem Fettgehalt (4%) und möglichst geringer Energiedichte (<300 kcal/100g), wobei sich aufgrund ihres mangelnden Sättigungsgefühls (sie passen ihre Nahrungsaufnahme nicht dem Kaloriengehalt an) Pellets besser eignen als die vergleichsweise "federleichten" Extrudate, mit welchen sie sich schnell überfressen können. Körner- bzw. Mehrkomponenten-Futter ist für Hamsteräffchen aufgrund ihrer starken Motivation, ausgerechnet die "wertvollsten" Bestandteile konsequent zu verstecken anstatt sie zu fressen (siehe weiter unten), als Hauptfutter grundsätzlich ungeeignet, kann aber natürlich als Ergänzung und zur Beschäftigung gereicht werden (hamsteräffchenkonform ist z.B. der "Rennmaustraum" von Bunny).

Sehr schlanker Hamsteräffchen-Bock beim "Naschen" seiner Extrudate. Wie auch bei manch anderen Arten neigt der dominante Bock eher zum Untergewicht und (vorallem) umgekehrt.
Sehr schlanker Hamsteräffchen-Bock beim "Naschen" seiner Extrudate. Wie auch bei manch anderen Arten neigt der dominante Bock eher zum Untergewicht und (vorallem) umgekehrt.

 

Ideal ist passendes Laborfutter (z.B. R/M-H Ered I oder II von Ssniff), welches aber meist nur in Mengen erhältlich ist die den Bedarf "normaler" Hamsteräffchenhalter weit übersteigen. Einfrieren oder/und Absprache mit anderen HalterInnen wäre hier eine Alternative. 

Gute Erfahrungen habe ich an kommerziellem Futter unter anderem mit "Crispy Pellets Rats & Mice" von Versele-Laga, "Supreme Science Selective Rat" von Supreme Petfoods und "Emotion Complete Hamster" von Vitakraft gesammelt. Als Ergänzungsmittel verwende ich derzeit nur Taurinpulver für Katzen, welches meine Hamsteräffchen in viel größeren Mengen als meine anderen Arten sowohl bestens vertragen als auch annehmen.

 

 

Auch generell haben meine Hamsteräffchen übrigens eine im Vergleich zu anderen Mäusen auffallend robuste Verdauung bzw. einen wahren "Saumagen", wie ich ihn bei diversen Gelegenheiten kopfschüttelnd nenne. Kein Wunder, sind sie in ihrer kargen Umgebung doch darauf angewiesen, alles zu fressen was sich auch nur im Entferntesten dazu eignen könnte. Was sich, obwohl besonders schmackhaft, als ungeeignet erweist, erkennen sie auch nachträglich und meiden es konsequent schon nach dem ersten Versuch. Allgemeine Bekanntheit haben sie vor ein paar Jahren außerdem dadurch erlangt, dass sie selbst ungenießbare Beeren fressen können, da sie gelernt haben, deren für sie giftige Samen einfach wieder auszuspucken:

 

Auf privaten Seiten wird zwar teils sogar umgekehrt von einer erhöhten Neigung zu schweren, wiederkehrenden und sogar tödlich verlaufenden Durchfällen berichtet, nach meiner Recherche aber ausschließlich auf solchen die selbst zusammengestelltes Futter ohne Zusatzstoffe empfehlen bzw. verwenden - an mit konventionellem Fertigfutter ernährten Hamsteräffchen (meine mit eingeschlossen) wurden solcherlei Probleme dagegen nie beschrieben. Eine mögliche Erklärung dieses Phänomens wäre also, dass es sich schlicht um die Folgen von Mangelernährung handelt (ein Mangel an Vit. D, welches diesen Tieren vollständig vorenthalten wird, führt bei Mäusen z.B. unter anderem zu diversen Störungen der Darmflora, Störungen der Darmfunktion und einer erhöhten Neigung zu Colitis sowie einigen anderen, schweren Darmerkrankungen).

 

Was meine Tiere im Freilauf dank ihrer extremen Neugier und ihres im Vergleich zu anderen Nagern überdurchschnittlich ausgeprägten Geruchssinns schon so an Verbotenem und alles andere als Lebensmittelechtem erwischt- und zu meiner Verblüffung bestens vertragen haben, wage ich kaum aufzuzählen. Einzig Rattengift war noch nicht dabei, aber der Literatur nach würde ihnen selbst das nichts ausmachen! Ausgerechnet "harmlose" Gurke und Zucchini führte bei meinen Hamsteräffchen bisher jemals zu Matschköttel.

Vorsicht im Freilauf - dank ihres außergewöhnlichen Geruchssinns wissen sie genau ob und wo sich im Haushalt ihre heißbegehrte Schokolade befindet, und sei sie mehrfach verpackt! Und auch im anschließenden Verstecken ihrer "Beute" sind sie Vollprofis.
Vorsicht im Freilauf - dank ihres außergewöhnlichen Geruchssinns wissen sie genau ob und wo sich im Haushalt ihre heißbegehrte Schokolade befindet, und sei sie mehrfach verpackt! Und auch im anschließenden Verstecken ihrer "Beute" sind sie Vollprofis.

 

Wie auch andere Nager aus sehr trockenem Lebensraum (darunter unbekannterweise übrigens auch die nah verwandten Mongolischen Rennmäuse) benötigen Stachelmäuse bei ad libidum Fütterung grundsätzlich keinerlei Wasser, also auch nicht z.B. in Form von wasserreichem Frischfutter, sondern können wenn nötig nur von "staubtrockener" Nahrung leben und aus ebendieser (bzw. Wasserstoff (H) aus Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen zusammen mit Sauerstoff (O) aus der Atmung) metabolisch ausreichend Wasser (H2O) erzeugen. Zudem können sie ihren Urin sehr stark konzentrieren, Wasserverlust bei der Atmung einsparen (was sich aufgrund der nötigen, erhöhten Atemfrequenz - siehe oben - allerdings aufheben kann), sowie ihrem Kot hocheffektiv Wasser entziehen (wobei sogar der minimale Rest noch durch vermehrte Koprophagie recycelt wird), und kommen mit sehr hohem Salzgehalt in der Nahrung zurecht.

Nicht nur süß anzusehen, sondern auch ein ausgeklügeltes Wasserspar-Gadget: das Hamsteräffchen-Näschen ist nämlich, vereinfacht gesagt, so kalt, dass es beim Ausatmen innen beschlägt.
Nicht nur süß anzusehen, sondern auch ein ausgeklügeltes Wasserspar-Gadget: das Hamsteräffchen-Näschen ist nämlich, vereinfacht gesagt, so kalt, dass es beim Ausatmen innen beschlägt.

 

Hat das Hamsteräffchen in Haustierhaltung Wasser zur freien Verfügung, speichert es, genau wie im niederschlagsreichen Winter in freier Natur, Energie vermehrt in Form von Körperfett. Da sie aber aus Kohlenhydraten unter Umständen - sie müssen im trockenen Sommer schließlich an Atemfrequenz und somit auch Sauerstoffbedarf möglichst sparen - unterm Strich mehr Wasser gewinnen können als, wie im Winter, aus Fett, stellen sie ihren Stoffwechsel bei Wassermangel binnen weniger Tage um, verlieren ihre "angetrunkenen" Fettreserven im Nu und speichern Energie fortan stattdessen als Glykogen in der Leber (weshalb sich solche Tiere trotzdem überraschend schwer anfühlen können, fast als wären sie trächtig).
Unter Wasserstress bevorzugen sie in Wahlversuchen pflanzliche Nahrung mit dem geringsten Proteingehalt von in dem Fall 10% (verständlicherweise, da Proteine den Wasserbedarf stark erhöhen) und stellen ihre Vermehrung, wie auch viele andere Mäusearten (besonders bekannt z.B. von Peromyscus) währenddessen bzw. von Frühjahr bis Herbst ein.

Wüstenbewohnern wie Hamsteräffchen ständig Leitungswasser anzubieten ist nicht nur völlig unnatürlich bis grob vermenschlichend, sondern langfristig unter Umständen gesundheitsschädlich.
Wüstenbewohnern wie Hamsteräffchen ständig Leitungswasser anzubieten ist nicht nur völlig unnatürlich bis grob vermenschlichend, sondern langfristig unter Umständen gesundheitsschädlich.

Stellt man Stachelmäusen dagegen nebst trockenen Laborfutter-Pellets ihre natürliche Wasserquelle ad libidum zur Verfügung, nämlich eine bestimmte, wasserreiche Schneckenart (welche allerdings nur in den Wintermonaten und für insgesamt nur ca. 18-26 Tage im Jahr(!) aktiv bzw. für sie erreichbar ist), nehmen Hamsteräffchen 6 Stück pro Tag zu sich, Goldstachelmäuse gerade mal 2 Stück. Alternativ wurden Hamsteräffchen im Labor als Wasserquelle z.B. Karotten, gesalzenes Agar-Gel oder 1x wöchentlich ein Stück Gurke gereicht, wodurch sich ihr Gewicht nicht von wildlebenden Artgenossen unterschied bzw. Wildfänge ihr Gewicht in Gefangenschaft hielten.

Da das Tierschutzgesetz in dieser Hinsicht nicht zwischen gemeiner Farbmaus und spezialisiertem Exoten unterscheidet, sind wir als HalterInnen bis auf weiteres aber ohnehin gezwungen, selbst schon adipösen Tieren rund um die Uhr Leitungswasser zur Verfügung zu stellen. Anders als für ihre freilebenden Artgenossen, welche nur zeitweilig vermehrt Fett ansetzen, sind für unsere Hamsteräffchen in Haustierhaltung die wortwörtlich "fetten Jahre" also nie vorbei. Aber trotzdem...

 

 

Niemals darf man Hamsteräffchen auf Diät setzen!

Aus obigem Grund sind Stachelmäuse in Gefangenschaft (mit Ausnahme der "dauerschlanken" Nilstachelmaus & Co.) nunmal zwangsläufig und natürlicherweise mehr oder weniger übergewichtig (genauer gesagt "fett")! Grundsätzlich ist das bei diesen Tieren also in gewissem Rahmen weder krankhaft noch schädlich, wogegen umgekehrt gilt:

Eine voll ausgewachsene Stachelmaus, die trotz freien Wasserzugangs gertenschlank ist, ist entweder krank oder unterernährt!

Meine Tiere wiegen im  Winter um die 70g (der Kastrat erreichte schon 77g), wildlebende Tiere bis 85g. Info-Seiten setzen ihr Normalgewicht mit teils nur 30-40g (was kaum Farbmäusen entspräche, und das bei doppelter Größe!)  oft viel zu niedrig an.
Meine Tiere wiegen im Winter um die 70g (der Kastrat erreichte schon 77g), wildlebende Tiere bis 85g. Info-Seiten setzen ihr Normalgewicht mit teils nur 30-40g (was kaum Farbmäusen entspräche, und das bei doppelter Größe!) oft viel zu niedrig an.

Eine Diät hätte ohnehin kaum Erfolgsaussichten, sondern setzt bei diesen, auf extrem karge Nahrung spezialisierten "Überlebenskünstlern" einen fast unentrinnbaren Teufelskreis in Gang, indem sie ihren Energiebedarf noch weiter und vorallem sehr drastisch nach unten korrigieren, was eine mangelfreie Ernährung dann fast verunmöglicht.

Im umgekehrten Fall schaltet ihr Körper bei hohem Zuckergehalt dagegen auf "Notfall-Energieverschwendung", weswegen (auch) Langzeitstudien zufolge Hamsteräffchen sogar besonders schlank und bei höherer Körpertemperatur waren, wurden sie über eineinhalb Jahre zu 50% von Saccharose (Kristallzucker) ernährt. Diabetes bekamen diese Tiere nicht, wohingegen stattdessen zur Hälfte mit fettreichen Saaten ernährte Artgenossen binnen kurzer Zeit enorm zunahmen, erkrankten und nur vereinzelt überhaupt das Ende der Studie erlebten.

 

Waldvogelfutter & Co. ist für Hamsteräffchen als Ergänzung also tabu, Obst & Gemüse dagegen durchaus erlaubt und sinnvoll.

Bei richtiger Ernährung (am wichtigsten: fettarm!) und viel Bewegung (am wichtigsten: Freilauf!) besteht in Bezug auf Diabetes jedoch grundsätzlich selbst bei dicken Hamsteräffchen kein Grund zur Beunruhigung - das Körpergewicht allein hat bei diesen Tieren nämlich keinen Einfluss auf deren Auftrittswahrscheinlichkeit, welche sowohl bei schlanken als auch adipösen Exemplaren gleichermaßen "nur" 15% beträgt. 

Umgekehrt darf man sich angesichts schlanker, augenscheinlich gesunder Exemplare nicht in Sicherheit wiegen, da Diabetes bei Hamsteräffchen einen anderen Verlauf nimmt als bei anderen Arten, incl. enger Verwandter:

Insulinresistenz bzw. der sich einschleichende Teufelskreis, dessen Vorzeichen man bemerken und auf dessen Fortschreiten man noch Einfluss nehmen könnte, tritt bei Hamsteräffchen nämlich nicht auf. Eine Besonderheit ihres Stoffwechsels besteht stattdessen darin, schon von vornherein nur sehr geringe Mengen an Insulin ausschütten zu können, weswegen sich die Insulin produzierenden Zellen (β-Zellen) ihrer Bauchspeicheldrüse enorm vergrößern - mehr oder weniger egal bei welcher Ernährungsform bzw. "normal" für Hamsteräffchen. Zu fettreiche (nicht zuckerhaltige! - siehe oben) Ernährung führt jedoch letztlich dazu, dass diese Zellen irgendwann plötzlich reißen und alles "aufgestaute" Insulin schlagartig freisetzen, wodurch das Hamsteräffchen ohne Vorzeichen (und auch erst in höherem Alter) schwer erkrankt und unweigerlich stirbt.

 

 

Unter meinen eigenen (aktuellen und vorherigen) Hamsteräffchen und Nilstachelmäusen zeigte bislang zum Glück noch kein Tier Symptome von Diabetes.

Umso mehr mag das den Leser angesichts des obigen Fotos wundern, das ausgerechnet einen Kastraten mit Haselnuss im Maul zeigt. Alles was ihnen besonders "wertvoll" erscheint und irgendwie "nussig" wirkt, wird in verhaltensgerechter Haltung allerdings nie gefressen sondern ist verlässlicher Auslöser des wohl mit Abstand auffälligsten "Spleens" dieser Tiere:

 

Sachen verstecken

 

...Und zwar immer einzeln, und im Wohnungsfreilauf dabei jede Nacht eine geschätzt 2-stellige Kilometerzahl zurücklegend! Eine ganz besondere Vorliebe hegen sie dabei für Rundes, was auch ihren ausgeprägten, oben erwähnten "Ballwahnsinn" erklärt.

 

In der Natur ist dieses Verhalten nicht nur zu ihrem eigenen Nutzen indem sie Nahrungs- und somit indirekt Wasserreserven horten, die für andere Tiere aufgrund ihres in aller Regel schlechteren Geruchssinns einzeln nicht auffindbar sind, sondern verhilft bestimmten Pflanzen dadurch, dass sie deren Samen so weit wie möglich von ihrem Unterschlupf entfernt verstecken wollen und somit große Strecken zurücklegen, zu ihrer Verbreitung.

 

Je "wertvoller", desto weiter weg von ihrem Unterschlupf wollen Hamsteräffchen ihr Fundstück deponieren, was sie in Käfighaltung verzweifelt durch ewiges Laufradlaufen auszuleben versuchen - und sei es wie in diesem Fall in bestimmt schmerzhafter Körperhaltung und schon vor Erschöpfung pumpend. Man erahnt also, welch enormen Stellenwert dieses Verhalten für Hamsteräffchen hat.

 

In Haustierhaltung aber versuchen sie damit stattdessen, die Grenzen des Humors ihres Besitzers auszuloten, wenn sie z.B - hier alles schon vorgekommen - für den verdauungsempfindlichen Terrier des Haushalts unverträgliches Futter wie Mäusepellets nicht nur in seiner Reichweite deponieren, sondern bisweilen gleich direkt versuchen, Körner und Nüsse in diverse seiner Körperöffnungen zu stecken.

Aus ganz ähnlichen Gründen ist man selbst in schwülen Hochsommer-Nächten zu rundum hamsteräffchendichter Kleidung und Decken gezwungen.

Sogar Getränke wie Kaffee sollten besser abgedeckt werden sobald man ihnen den Rücken zudreht, will man keine Maiskörner, Hundefutter-Kroketten oder Insektenteile darin schwimmend wissen.

 

 

Bei Rachegelüsten bietet Fachliteratur "ungewollt" aber auch zahlreiche Hinweise, wie man durch das Fehlleiten dieses ihres Triebes seinen Schabernack mit ihnen treiben kann. So sollen z.B. Glasmurmeln so beliebt sein, dass sie sie allem anderen (Fressbaren) vorziehen. Zur Not tun es aber auch kleine Plastik-Eier:

 

Aber nicht selten drehen sie den Spieß scheinbar um und man fühlt sich selbst veräppelt, wenn z.B. eines Morgens plötzlich sämtliche der unzähligen kleinen Plüschbällchen, die zuvor die Couchdecke gesäumt hatten, feinsäuberlich abgetrennt sind, und man sie in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach überall dort findet, wo man kleine Plüschbällchen am wenigsten erwarten würde.

 

Auch "schlangenartige" Gegenstände fallen aber schonmal ihrem Versteckwahn zum Opfer, darunter z.B. die (2m lange, schwere!) Hundeleine. Da man diese nicht unbedingt in der hintersten Ecke unter dem Bett vermutet, wird der Hund schonmal unangenehm hibbelig wenn ihn die Blase drückt, insbesondere wenn man, hat man die Leine endlich gefunden, direkt darauf feststellen muss dass sämtliche Schuhbänder aus sämtlichen Schuhen ausgefädelt(!) und versteckt sind...

 

Wenn man auch in dieser Situation noch über sie lachen kann, aber auch wirklich nur dann, sollte man Hamsteräffchen als Haustiere in Erwägung ziehen.

Die Bäckchen für die Versteck-Tour prallgefüllt - bis zu 3 Mais- und sogar 16 Roggenkörner habe ich schon darin verschwinden gesehen!
Die Bäckchen für die Versteck-Tour prallgefüllt - bis zu 3 Mais- und sogar 16 Roggenkörner habe ich schon darin verschwinden gesehen!

 

Ich persönlich nehme solcherlei Unannehmlichkeiten vorallem deshalb gerne in Kauf, da man diesen körperlich genau wie geistig äußerst beschäftigungsbedürftigen Tieren so die Möglichkeit bieten kann, ihre gesamte Aktivitätszeit mit einer in jeder Hinsicht höchst anspruchsvollen und noch dazu ihrem natürlichen Verhalten entsprechenden Tätigkeit zu verbringen. Und von welcher anderen Mäuseart kann man das schon behaupten?

 

So ganz nebenbei erlauben Änderungen in der Ausprägung dieses Verhaltens unter (vielem) anderen auch Rückschlüsse auf den Hormonstatus der Tiere, was mich selbst, da ich meine Tiere gemischtgeschlechtlich ohne Kinderwunsch halte, darin unterstützt, die Wirkung meiner experimentellen, "natürlichen Mäuseverhütung" einzuschätzen - bisher zu meiner eigenen, positiven Überraschung seit Jahren zu 100% erfolgreich.

 

Die Haltung von Hamsteräffchen kann aber auch bestens als reine Weibchengruppe erfolgen. Dabei tolerieren sie zwar wohl oder übel auch größere Gruppen (aus Sicht des Halters) problemlos, dennoch würde ich inzwischen bzw. nach heutigem Wissens- und Erfahrungsstand Gruppengrößen von mehr als 3-4 Tieren vermeiden - ansonsten ist es diesen Tieren (man bedenke auch die "unendlichen Weiten" ihres natürlichen Lebensraums) in Gefangenschaft bzw. einer durchschnittlichen Wohnung einfach zu "dicht".

Das hat unter anderem die der Lebensqualität - siehe oben - stark abträgliche Folge, dass ihr Sammeltrieb mit steigender Gruppengröße gehemmt wird - denn natürlich möchten sie beim Verstecken wertvoller "Beute" möglichst keine Artgenossen um sich haben und bevorzugen, lässt man ihnen die Wahl, auch und gerade dafür ganz klar Einzelauslauf (bzw. in Wohnungshaltung artgenossenfreie Räume/Zonen). Selbigen könnte man den Tieren bei größerer Anzahl schon aus organisatorischen Gründen kaum bis garnichtmehr bieten, erhöhter sozialer Stress und ein zugleich sehr viel geringeres Maß an Bewegung und Beschäftigung wären die Folge.

Zumindest in Anwesenheit von Weibchen sind Böcke jüngeren Studien zufolge von gleichgeschlechtlichen Verwandten (unbemerkt) sehr gestresst.

Auch in meiner eigenen Haltung musste ich das bisher feststellen, darunter sogar in der Kombination Vollbock-Kastrat. Die jeweils unterlegenen Böcke wirkten regelrecht depressiv, wurden ruhig bis geradezu teilnahmslos und fraßen sich fett. Umgekehrt blühten sie wieder schlagartig auf, sobald sie den jeweils anderen los waren.

 

Anders als bei den deutlich sozialeren und als matriarchalisch beschriebenen Nilstachelmäusen, bei welchen ich völlig problemlos auch intakte Bockgruppen gehalten (und vergesellschaftet) hatte, würde ich solche bei Hamsteräffchen wenn möglich vermeiden (selbst ohne Weibchen im Haushalt).
Als optimal empfände ich persönlich dagegen die Konstellation von 1-3 (abhängig von deren Persönlichkeit) untereinander verwandten Weibchen, plus einem nicht-verwandten (wichtig!) Bock. Vorallem letzerer ist, gemessen an dessen Stresshormonpegel, so offensichtlich am "glücklichsten", auch (noch) ohne Nachwuchs.

 

Um ebendiesen auf Wunsch zu vermeiden, würde ich persönlich eine Vasektomie einer Kastration unbedingt vorziehen.

Leider gibt es dazu in Haustierhaltung, anders als vereinzelt schon von Farbmäusen und Ratten, von Hamsteräffchen noch keine (mir bekannten) Erfahrungsberichte, im Labor ist dieser Eingriff dagegen Routine und wurde dort sogar schon an den vergleichsweise winzigen Zwergstachelmäusen erfolgreich durchgeführt ("erfolgreich" auch im Sinne dessen, dass der Zyklus der Weibchen vom direkten sexuellen Kontakt unbeeinflusst blieb, bzw. auch diese keine Nachteile zu haben schienen).

Bei Zugang über den Hodensack ist eine Vasektomie bei Mäusen grundsätzlich weit schonender, risiko- und schmerzärmer als eine Kastration, wäre von daher also eigentlich schon aus rein tierschutzrechtlichen Gründen generell zu bevorzugen und ich hoffe daher, sie möge sich bald als tiergerechtere Alternative etablieren.

WICHTIG: wie bei jeder medizinischen Behandlung, unbedingt auch hier die besonderen Eigenschaften von Stachelmaushaut beachten, bzw. TierärztInnen möglichst detailliert mitteilen!

 

 

Generell typisch für Kleinnager aus trockenen, unwirtlichen Gebieten (darunter wiederum auch etlichen Arten der verwandten Rennmäuse, aber auch Weißfußmäusen, Streifengrasmäusen, usw...) ist jedoch deren teils erstaunliche soziale Flexibilität, wenn diese von Nöten ist, was unter anderem bei erheblichem Platzmangel der Fall ist.
Auch Hamsteräffchen tolerieren daher mitunter sogar riesige Gruppen, auch und vorallem wenn durch 24h-Käfighaltung zum Zusammenleben gezwungen.

Genau wie bei entsprechenden anderen Wüstennagern, bedeutet das aber EBEN NICHT, dass so eine Haltungsform den Tieren gerecht wird bzw. von diesen gar bevorzugt würde!
(Dem in deutschsprachigen Mäusekreisen inzwischen weit verbreiteten Extremismus, welchem zufolge alles - sogar bis hin zu streng solitär lebenden Arten - unbedingt in größtmöglicher Menge zusammen zu halten ist und entgegen jeder wissenschaftlichen Literatur als "hochsozial" betitelt wird, das sich nicht unter allen Umständen unmittelbar umbringt, werde ich bei Zeiten ohnehin einen Blog-Artikel widmen müssen und dann hier verlinken.)

 

Und ein in der Hinsicht schwerer, potentiell tödlicher Haltungsfehler den ich noch vor wenigen Jahren leider auch selbst begangen hatte, sei von anderen daher vermieden:
Insbesondere männliche Tiere (auch Kastraten)/Väter haben bei/nach der Geburt nichts im Käfig des Weibchens verloren!

Diese werden von Stachelmausmüttern nicht toleriert!

Erst später lässt das Muttertier Kontakt zu ihr bzw. den Jungtieren nach und nach wieder zu.

 

Insbesondere aus lebenslanger 24h-Käfighaltung oft beschriebenes, fürsorgliches Verhalten der Väter (bzw. dass das Muttertier solches überhaupt zulässt) ist "krankhaft" bzw. ein Artefakt aus der Gefangenschaft.

Und je artgerechter diese ausfällt, desto geringer nunmal die Wahrscheinlichkeit, dass unnatürliches Verhalten auch "verlässlich" auftritt.
Die Folge ist dann, wie leider auch in meinem Fall, ein massiv gestresstes Muttertier, das den/die Artgenossen Stunden über Stunden durch den Käfig hetzen "muss" (vom Stress für den/die Gehetzten, in meinem Fall dabei sogar blutig Gebissenen, ganz zu schweigen). Insbesondere gleich nach der Geburt bedeutet das natürlich auch eine immense körperliche Belastung für das Weibchen, die daher nicht zwangsläufig überlebbar ist, und Berichten aus Haustierkreisen zufolge leider auch nicht von allen Stachelmaus-Müttern überlebt wurde.

 

 

Ungewohnterweise beobachtet man unter Hamsteräffchen auch kaum gegenseitiges Putzen.

Wenn sie in Gruppen zusammen sitzen, dann, an Piepmätze am Kabel erinnernd, eher nur aufgereiht nebeneinander, statt sich gefälligst unter- und übereinander zu kuscheln.

Dieses Verhalten wirkt aus vermenschlichender Sicht umso "kälter", da die armen Tierchen ja noch dazu keinerlei Nester anlegen sondern einfach unbekuschelt und -gewärmt in der Gegend rumsitzen, besonders gerne sogar an eher wenig einladenden Orten wie dem kalten, unbequemen Heizkörpergitter.

 

 

Und auch beim Handling und Berühren der Tiere sollte man beachten, dass sie aus diesem Grund weder ewig lang und intensiv ganzkörperdurchgeknuddelt werden wollen wie Vielzitzenmäuse, noch ausgiebigen Tiefen-Ohrmassagen, wie sie die verwandten Nilstachelmäuse so sehr schätzen, sonderlich viel abgewinnen können, sondern auch seitens des Menschen genauso spärliche und generell eher zarte Berühungen bevorzugen, wie untereinander. Nimmt man darauf Rücksicht, genießen Hamsteräffchen Berührungen und Körperkontakt seitens des Menschen mitunter sogar sehr, während sie diese bei unhamsteräffchengemäßem Vorgehen eher vermeiden würden.

 

 

Auch hamsteräffchengemäßes Hochnehmen und Tragen will deshalb gelernt sein!

Eine offene Hand ist ihnen wie schon oben erwähnt höchst unangenehm, hingegen fühlen sich Hamsteräffchen ganz besonders sicher und wohl, wenn sie seitlich "eingequetscht" werden.

Am liebsten ist es ihnen, mit der Hand seitlich gegen den Körper gedrückt zu werden und dabei lassen sie sich meist auch zart streicheln (besonders gern mit einem Finger sanft vom unteren Augenwinkel bis zum Nacken).

Besonders vertrauensselige Exemplare lassen sich auch "normal" in der Hand halten, sofern sie darin auch gehalten werden. Manche entspannen sich dabei sogar so extrem und plötzlich, dass ich nicht erst einmal dachte, mein Tier hätte soeben der Schlag getroffen.

Zahme Tiere genießen aber auch schonmal druckvolles Streicheln mit der ganzen Hand über den Körper, oder auch sanftes Kratzen vom Kopf bis zum Schwanzansatz an der Wirbelsäule entlang, als ganz besonders angenehm empfinden sie das scheinbar im oberen Bereich der Stacheln (wohl weil dieser beim Putzen kaum erreichbar ist).

 

Ist ein Tier beim Handling plötzlich verunsichert oder verschreckt (und man hat keine Möglichkeit, es augenblicklich abzusetzen), oder/und will man es gezielt mit etwas Beängstigendem wie einem unbekannten Menschen / Haustier / furchteinflößenden Gegenstand /... vertraut machen, empfiehlt sich kurzzeitig der "Sicherheitsgriff", wie ich ihn nenne. Dabei halte ich die Maus in beiden Händen, diese zu einem kugeligen "Käfig" geformt, und lasse nur die Nase zwischen den Fingern durch lugen, diese zwischen ihnen einklemmend. Scheinbar hält sich die Maus so nicht nur für absolut sicher, sondern auch für das furchteinflößende Etwas für unsichtbar, man kann sich diesem mit der Maus also plötzlich erstaunlich entspannt nähern bzw. es ihr in Ruhe "zeigen".

 

Aber wie erwähnt, bei dieser Art gilt in der Hinsicht: weniger ist mehr. So enorm Berührungen Bindung und Vertrauen zum Besitzer (und somit die Lebensqualität) erhöhen, so abträglich sind sie diesen auch, wenn man sie damit überfordert!

 

Generell sollte man jegliches Unangenehme im Zuge des Handlings vermeiden,

denn Hamsteräffchen sind ausgesprochen nachtragend (zwar vornehmlich im positiven, aber eben auch im negativen Sinn)!

 

Müssen unangenehme Berührungen sein, wie zur regelmäßigen Gesundheitskontrolle oder zwecks nötiger, medizinischer Behandlungen, sollten diese daher konsequent nur im genau definierten Rahmen ihres Medical Training durchgeführt werden.

Regelmäßiges Medical Training halte ich bei Hamsteräffchen für ganz besonders wichtig, insbesondere z.B. auf Injektionen und andere Maßnahmen abzielend, die ansonsten unfreiwilliges Festhalten, gar an einer Nackenfalte, bzw. das Ziehen einer solchen bedürften, was bei Hamsteräffchen ansonsten, wenn überhaupt, nämlich nur unter Risiken möglich wäre.